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An der Bahn26 übergaben die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Genf, Tessin, Waadt und Wallis dem Bundesrat eine gemeinsame Resolution.

3 Fragen an Esther Keller, Regierungsrätin des Kantons Basel-Stadt

| News 2027

Im Interview spricht Regierungsrätin Esther Keller (Kanton Basel-Stadt) darüber, warum der Bahnkongress mittlerweile eine feste Grösse im nationalen Verkehrsdiskurs ist, und wieso das Motto des Kongresses – «Wieviel Zukunft passt ins Netz» – Provokation und gleichzeitig Denkanstoss sein kann.

Der Nationale Bahnkongress Bahn27 findet nächstes Jahr zum 4. Mal in Basel statt. Der Kongress ist bereits eine feste Grösse im nationalen Verkehrsdiskurs. Was steckt dahinter?

Drei Erfolgsfaktoren prägen den Kongress: Erstens ist der Diskurs über die Zukunft unserer Schweizer Bahn unvermindert aktuell. Mit der nächsten bundesrätlichen Finanzierungsbotschaft kommt die Debatte 2027 in eine entscheidende Phase. Zweitens gewinnen wir jeweils hochkarätige Gäste aus dem In- und Ausland und bringen so unterschiedliche Perspektiven auf die Bühne, verstärkt durch den Blick der Gastregionen, an der Bahn27 Luzern. Die erneute Zusage von Bundesrat Albert Rösti freut uns sehr; weitere bekannte Namen verrate ich noch nicht. Und schliesslich erwarten wir wieder über 500 Teilnehmende. Damit ist der Kongress auch ein perfekter Ort für Begegnung und Austausch.

«Wie viel Zukunft passt ins Netz?» lautet das Motto der Bahn27. Provokation oder Denkanstoss?

Vielleicht ein bisschen beides. Die Kapazitäten auf dem Netz und bei den Abstellanlagen werden knapper, während die Nachfrage steigt. Einen Fokus legen wir am Kongress am 9. April auf den internationalen Verkehr: Wie gelingt der Ausbau des Fernverkehrs über unsere Landesgrenzen hinaus? Darin steckt Potenzial und gleichzeitig eine umweltschonende Alternative zu Kurzstreckenflügen. Dieser Ausbau ist kein «nice to have», wir müssen uns diesen zentralen Fragen stellen. Die notwendigen Prioritäten und Machbarkeiten diskutieren wir an der Bahn27, und schauen dabei bis nach London oder Madrid.

Sie waren bei allen bisherigen Kongressen dabei und repräsentieren den Kanton Basel-Stadt auch im April wieder. Was geht Ihnen jeweils im Vorfeld durch den Kopf?

Eine Mischung aus grosser Vorfreude und Neugierde. Es kommen jeweils inspirierende Menschen mit unterschiedlichen Positionen und viel Know-how zusammen und stellen sich den relevanten Fragen – Fragen übrigens, die uns in der Region Basel nicht nur auf der Kongressbühne beschäftigen, sondern im Alltag: Wo schaffen wir mehr Kapazität? Wie bleiben wir als Grenzregion gut angebunden? Wie bringen wir Personenverkehr, Güterverkehr und die Bedürfnisse einer wachsenden Region zusammen? Ich schätze diesen Kongresstag auch deshalb, weil wir einander zuhören wollen, diskutieren und hoffentlich zusammen einen Schritt weiterkommen.


Foto: An der Bahn26 übergaben die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Genf, Tessin, Waadt und Wallis dem Bundesrat eine gemeinsame Resolution. Sie machten deutlich, wie wichtig der Bahnausbau für den Pendlerverkehr, die Versorgung und die internationale Anbindung der Schweiz ist.